Die „schwarze Carmen“ von Berlin. Mezzosopranistin Vera Little

Vera Little (10. Dezember 1928,  Memphis, Tennessee – 24. Oktober 2012, Berlin, Deutschland).

Vera_Little_© Archiv Deutsche Oper Berlin

Sie kam nach Europa um der Rassentrennung in den USA zu entfliehen. Und um zu singen. Und sie ging in die Geschichte ein als die erste schwarze Opernsängerin, die vor dem Papst singen durfte und als wahrschenilich erste schwarze Carmen weltweit. Sie hatte die wichtigsten Mezzo-Partien in ihrem Repertiore und hat bei etlichen Unraufführungen ihre Rollen geprägt. Neben dem Singen war das Schreiben Vera Littles große Leidenschaft. Sie hat drei Gedichtbände und eine Sammlung von Erzählungen veröffentlicht. 
 

Vera_Little_© Archiv Deutsche Oper Berlin

Mein Feature über die Opernsängerin Vera Little im Deutschlandfunk Kultur:

Die "schwarze Carmen" von Berlin. 

Erstausstrahlung am 17. März 2021.

Dunkle Stimmen. Geschichte und Gegenwart schwarzer Sängerinnen und Sänger auf deutschen Opernbühnen.

Otello oder Aida sind dunkelhäutige Figuren. Gesungen wurden ihre Partien meist von Weißen, denn die Oper galt lange als "weiße" Kunstform. Seit jedoch Wieland Wagner 1961 mit Grace Bumbry eine "schwarze Venus" auf dem Bayreuther Hügel auftreten ließ, gehören auch schwarze Sängerinnen und Sänger auf deutsche Opernbühnen. 
Die Sendung zeichnet die Geschichte der angeblich "dunklen Opernstimmen" nach und gibt Einblick in die "schwarze Opernszene" heute.

Zur Sendung: https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/kulturtermin/archiv/20190530_1904.html 

WAOtello150hf_MillerYu  

Ronnita Miller als Emilia in Otello an der Deutschen Oper Berlin

© Bettina Stöß